Ahmed.Philosoph

von Alain Badiou

Mit Alain Badious Stück „Ahmed, der Philosoph“ setzt das NE seine Auseinandersetzung mit französischen Texten und Autoren der Gegenwart zu sozialen, philosophischen Themen fort.
„Ahmed“ verknüpft in der Form einer Farce in genialer Weise politisch-philosophische mit theater-theoretischen Themen. Hauptfigur ist der algerische Einwanderersohn Ahmed. Zur zweiten Generation zählend, ist er in der Gesellschaft gut „integriert“, kennt die Gepflogenheiten und die Sprache. Trotzdem wird er von den „Eingeborenen“ abschätzig und mit Misstrauen beobachtet, macht man ihm sein Recht „HIER“ zu sein streitig.
Ahmed ist eine Figur in der Tradition des Volkstheaters. In Monologen und dialogischen Szenen drangsaliert, kritisiert und spielt er mit den Mächtigen und Besitzenden. Er zeigt, dass das, was uns als Alternativlosigkeit des Realen erklärt wird – Marktwirtschaft, Menschenrechte, Globalisierung der Finanzen –, als Denkweisen aufgefasst und kritisiert werden können.
„Ahmed“ ist in der Banlieue angesiedelt, wo er auf das übliche Personal trifft: die konservative Abgeordnete Madame Pompestan, der Grün-Alternative Rhubarbe, der rechte Arbeiter Moustache, die Schwarzafrikanerin Fenda. In ihren Auseinandersetzungen, Streitereien werden auch öffentliche Angelegenheiten abgehandelt: wer darf hierbleiben, wer ist Franzose oder Deutscher oder einfach nur Einheimischer, wie gründet man eine Partei, was ist Rassismus.

 

Premiere: Samstag den 16. November um 19:30 Uhr im Theater Felina-Areal

 

Regie: Rainer Escher
Dramaturgie: Angela Wendt
Kostüme: Bea Albl
Bühne und Visuelles Erscheinungsbild: HoE

Es spielen:
Elisabeth Auer, Hedwig Franke, Monika-Margret Steger, Sascha Koal

Wer über clevere Gegenwehr gegen zunehmende Ausländerfeindlichkeit und spöttische Erhabenheit über Katastrophenszenarien lachen möchte, ist in den Vorstellungen richtig.

Rheinpfalz

Spielplan:

März 2020:

ABGANG

Dienstag, 31. März 2020
19.30 Uhr

Theater Felina Areal